You're using a browser that Campus Bielefeld doesn't yet fully support.
DE | EN

Neubau der Fachhochschule Bielefeld

Interdisziplinäre Ausrichtung

Offenheit und Transparenz für lebendigen Austausch.

Der Neubau der Fachhochschule Bielefeld wird eine Hauptnutzfläche von rund 31.500 Quadratmetern haben. Die Gesamtbaukosten werden aus Mitteln des Hochschulmodernisierungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. 

Offenheit und Transparenz
Die Offenheit und Transparenz des Gebäudes fördern die Kommunikation und die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dazu gehören anpassungsfähige Nutzungs- und Raumstrukturen, lichtdurchflutete Innenhöfe sowie sichtbare Forschungs- und Laboreinheiten.

An der 200 Meter langen Magistrale sind 16 Hörsäle angeordnet. Das Auditorium Maximum bietet 450 Sitzplätze. Ein Nebeneingang mit Foyer ermöglicht die Nutzung von Audimax und Konferenzbereich auch unabhängig vom Lehrbetrieb, ebenso bietet sich die Magistrale für Ausstellungen an. Die Fachhochschule öffnet damit ihre Türen auch für externe Veranstalter. Eine zentrale Information im Eingangsbereich ist erste Anlaufstelle für Gäste.

Kleine Gruppen
Die Fachbereiche sind in den Obergeschossen platziert. Hier befinden sich Seminarräume für die Lehre in kleineren Gruppen, die typisch sind für die meisten Lehrveranstaltungen an der Fachhochschule. In offenen Kommunikationsbereichen und im Lernzentrum können Studierende frei arbeiten – das bietet Raum für interdisziplinären Austausch!

Praxisorientierte Lehre
Wissenschaft und Praxis gehen an der Fachhochschule Bielefeld Hand in Hand. In einigen Räumen kommt diese Verzahnung besonders zum Ausdruck: Die Experimentierhalle bietet Platz für große Maschinen und Geräte und ist von der Magistrale aus einsehbar. Der Theaterraum ist Ort für Lehrveranstaltungen und kulturelle Highlights. Im Schülerinnen- und Schülerlabor können Kinder und Jugendliche ihre Experimentierfähigkeiten ausprobieren und dabei die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) kennenlernen.

Neue Hochschulbibliothek mit 170.000 Medien
Die Hochschulbibliothek ist ein echtes Novum für die Fachhochschule Bielefeld – erstmals sind mehrere Fachbibliotheken vereint. Ein modernes Lernzentrum ist der Hochschulbibliothek angeschlossen und bietet Raum für Gruppen- und Einzelarbeiten.

Kopf und Bauch
In der Cafeteria mit Außengastronomie und in zwei Café-Bars gibt es Angebote für kleine Pausen. Für das Mittagessen steht die neue Mensa für Fachhochschule und Universität Bielefeld im etwa 300 Meter entfernten Ersatzneubau der Universität zur Verfügung. Hier werden ab Herbst 2013 täglich bis zu 7.500 Essen ausgegeben.

Das Gebäude
Das gesamte Gebäude ist barrierefrei erschlossen. Gestaltungs- und Nutzungsanforderungen standen unter dem Vorbehalt von Ökonomie und Effizienz; Bewirtschaftungsqualität und -kosten wurden eingehend geprüft. Eine intelligente Haustechnik berücksichtigt Fragen nach der optimalen Energetik. Nach den städtebaulichen Vorgaben wird eine Tiefgarage mit etwa 1.050 Plätzen errichtet. 

Die Fassade
Die Elementfassade überzieht den Baukörper als abstraktes Muster, ohne die dahinter befindlichen Nutzungen oder die Geschosse in den Vordergrund zu rücken. Dies wird durch einen freien Wechsel von transparenten und opaken, farbigen Fassadenelementen in sieben Farbtönen erreicht. Grundlage für die Verteilung der Elemente ist ein Elektroenzephalogramm (EEG = graphische Darstellung der elektrischen Spannungsschwankungen bei der Arbeit des Gehirns), welches auf die Fassade moduliert wurde.

Energieeffizienz durch Geothermie
Auf dem Campus Bielefeld entsteht eine der größten Geothermie-Anlagen Deutschlands. Geothermie nutzt die im Erdreich vorhandene Wärme zum Heizen der Gebäude im Winter und zur Abkühlung im Sommer. Hierzu wurden 406 der 800 Pfähle, auf denen die Fachhochschule steht, durch eingelassene Polyethylen-Rohre in Wärmetauscher verwandelt. Über sie gelangt Wasser ins Erdreich, wird dort erwärmt bzw. abgekühlt und durch Rohrschlangen in den Decken und Wänden des Gebäudes gepumpt. So werden aus einer Kilowattstunde Strom für den Betrieb der Wärmepumpe bis zu 4,5 Kilowattstunden Wärme.

Wettbewerb für Generalplaner

Der vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, Niederlassung Bielefeld, im Juni 2008 initiierte Wettbewerb für Generalplaner wurde mit der Entscheidung des Preisgerichts am 16. März 2009 abgeschlossen. In einem EU-weiten offenen Auswahlverfahren waren 18 Teilnehmer für den beschränkten Wettbewerb für Generalplaner ausgewählt worden. 

Das Juryvotum war einstimmig. Den Neubau der Fachhochschule Bielefeld plant das Büro Auer+Weber+Assoziierte GmbH, Stuttgart/München. Die Projektsteuerung liegt bei Ernst & Young Real Estate GmbH, Düsseldorf. Die Projektleitung verantwortet die Bielefelder Niederlassung des BLB NRW. 

Das Preisgericht

Das Preisgericht tagte in nicht-öffentlichen Sitzungen am 13. und 14. Januar 2009 und fällte seine Entscheidung am 16. März 2009. Mitglieder waren:

  • Prof. Carl Fingerhuth, Zürich (CH)
  • Prof. Christl Drey, Kassel
  • Prof. Klaus Daniels, München
  • Prof. Manfred Hegger, Kassel, vertreten durch Gesine Weinmiller, Berlin 
  • Prof. Ivan Reimann, Berlin 
  • Prof. Dr. Michael Schmidt, Stuttgart
  • Heinrich Micus, Niederlassungsleiter des BLB NRW Bielefeld
  • Heiner Sommer, BLB NRW/Zentrale Düsseldorf
  • Gregor Moss, Beigeordneter, Dezernat „Bauen/Planen” der Stadt Bielefeld
  • Dieter Grömling, München
  • Eberhard David, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld (CDU)
  • Ferdinand Tiggemann, ehem. Geschäftsführer des BLB NRW/Zentrale Düsseldorf
  • Dankfried Köttig, BLB NRW/Zentrale Düsseldorf
  • Dr. Karoline Friemann, Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Michael Hoppe, Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW (MIWFT)
  • Prof. Dr. Beate Rennen-Allhoff, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld 
  • Prof. Dr. Dieter Timmermann, Rektor der Universität Bielefeld, vertreten durch Hans-Jürgen Simm, Kanzler der Universität Bielefeld
  • Hans-Georg Fortmeier, SPD-Fraktion Bielefeld
  • Ralf C. Nettelstroth, CDU-Fraktion Bielefeld
  • Prof. Dr. Frank Riemenschneider, Münster, vertreten durch Gehsa Schnier, Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung der Fachhochschule Bielefeld

Städtebaulicher Wettbewerb

Dem Generalwettbewerb für die Fachhochschule Bielefeld war ein städtebaulicher Wettbewerb zur Entwicklung eines neuen Campus Bielefeld vorausgegangen. Dieser Wettbewerb schuf die Grundlage für das folgende Bebauungsplanverfahren, welches das Baurecht auf dem Campus Nord sicherstellte. Am 22. Juni 2007 hatte das Preisgericht den Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs bestimmt. Die Städteplaner/Architekten Döll - Atelier voor Bouwkunst b.v., Rotterdam, Niederlande, und GTL Gnüchtel Triebswetter Landschaftsarchitekten, Kassel, setzten sich im offenen Bewerbungsverfahren gegen vier weitere Teams durch. Durch das kooperative Wettbewerbsverfahren war auch die Öffentlichkeit intensiv in die Planungen eingebunden worden.

Zahlen, Daten, Fakten

PlanungsbeginnMai 2009
BaubeginnNovember 2010
Grundsteinlegung1. April 2011
Richtfest17. April 2012
BezugDer geplante Bezug zum WS 2013/14 hat sich verzögert. Ein neuer Terminplan wird derzeit erarbeitet.
Aufnahme des LehrbetriebsDie geplante Aufnahme des Lehrbetriebs zum WS 2013/14 verzögert sich. Ein neuer Terminplan liegt noch nicht vor.
Hauptnutzfläche31.500 Quadratmeter
BauherrBau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Bielefeld
GeneralplanungBüro Auer+Weber+Assoziierte GmbH, Stuttgart/München
ProjektsteuerungErnst & Young Real Estate GmbH, Düsseldorf
FinanzierungMittel des Hochschulmodernisierungsprogramms des Landes
Die Fachhochschule Bielefeld steht für eine moderne, praxisnahe und partnerschaftliche Ausbildung der Studierenden.