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Foto Campus Bielefeld

Fragen und Antworten

Wer sind die Kooperationspartner auf dem Campus Bielefeld?

Auf Initiative des Wissenschaftsbüros der Bielefeld Marketing GmbH haben sich vier Partner zusammengeschlossen, um das bedeutende Zukunftsprojekt für den Wissenschaftsstandort regional und national zu positionieren.

Die Partner sind:
der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) mit seiner Niederlassung Bielefeld, der für die Hochschulen Entwickler, Planer, Bauherr und Investor baulicher Maßnahmen auf dem Campus Bielefeld ist
die Universität Bielefeld
die Fachhochschule Bielefeld
die Stadt Bielefeld

Wer koordiniert das Campus Marketing?

Die Bielefeld Marketing GmbH hat 2008 das Wissenschaftsbüro Bielefeld eröffnet, das als Netzwerkeinrichtung die Schnittstellen zwischen Stadt und Hochschulen weiter ausbauen soll. Das Wissenschaftsbüro koordiniert im Auftrag der vier Campus Kooperationspartner das Campus Marketing.

Ansprechpartnerin ist Dr. Annette Klinkert: Annette.Klinkert(at)bielefeld-marketing.de

Vor welchen Herausforderungen steht der Wissenschaftsstandort Deutschland?

Die deutsche Hochschullandschaft befindet sich in einer Umbruchphase. Betroffen ist quasi das ganze Hochschulsystem: Forschung, Studienstruktur, Finanzierung, Organisation und Rechtsstellung. Der Wettbewerb hat sich national, insbesondere aber international verschärft – mit der Folge, dass der Konkurrenzdruck für jeden einzelnen Hochschulstandort spürbar zunimmt.

Forschungsstrategische Entscheidungen wie die Ansiedlung von Max-Planck- oder Fraunhofer-Instituten oder die von Bund und Ländern initiierte „Exzellenzinitiative“ beeinflussen maßgeblich die Qualität und die Attraktivität eines Hochschulstandorts. Bei diesen Entscheidungen geht es einerseits um zusätzliches Geld, andererseits um Reputation. Beides ist für die weitere Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit eines Hochschulstandorts von entscheidender Bedeutung.

Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist es wichtig, dass in Forschung, Bildung und Ausbildung investiert wird. Mit der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern hat die Politik zugleich signalisiert, dass sie als exzellent bewertete Standorte massiv fördern wird.

Es wird also zukünftig deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Hochschulstandorten geben.

Die Akteure in Bielefeld müssen sich daher in aller Konsequenz entscheiden, ob zukünftig am Standort Bielefeld in Forschung und Lehre investiert werden soll. Andernfalls erhalten andere Standorte den Vorzug bei der Verteilung öffentlicher Fördermittel.

Zu den Akteuren am Standort Bielefeld gehören die Stadt Bielefeld, die Universität Bielefeld, die Fachhochschule Bielefeld und der BLB. Für alle Beteiligten – das heißt für die genannten Institutionen ebenso wie für deren Mitglieder sowie für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt – gibt es gute Gründe, in Bielefeld konsequent in Forschung, Bildung und Ausbildung zu  investieren.

Wie stellen sich die Entwicklungschancen für den Wissenschaftsstandort Bielefeld dar?

Wissenschaft und Forschung sind zentrale Themen der Stadtentwicklung und ein entscheidender Imagefaktor für die Großstadt Bielefeld. Exzellente Bedingungen für Forschung, Lehre und Studium sind beste Voraussetzungen, um im nationalen und globalen Wettbewerb ganz vorne zu stehen.

Das geplante Investitionsvolumen von 1 Milliarde Euro bis zum Jahr 2025 bietet die Chance, den Campus Bielefeld zu einem der modernsten Wissenschaftsstandorte in ganz Deutschland zu entwickeln.

Die Steigerung der Qualität und Attraktivität von Forschung und Lehre erzeugt viele Vorteile: 

  • Intensivierung der Vernetzung mit Organisationen aus der Region,
  • Kooperation mit überregionalen Unternehmen in Forschung und Entwicklung,
  • permanenter Wissenstransfer in die Unternehmen am Standort,
  • Zuwächse durch ausländische Studierende,
  • Anziehung ausländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor allem für Graduiertenschulen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Diese Vorteile lassen sich bestens als Standortqualität kommunizieren – dies alles

auf einem räumlich zusammenhängenden Hochschulgelände, dem Campus Bielefeld, auf dem die gesamte Bandbreite von Universitäts-, Fachhochschul-, außeruniversitären Forschungs- sowie universitären Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zur Verfügung steht.

Hinzu kommt eine attraktive Wohn- und Service-Infrastruktur für Studierende sowie für Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler.

Perspektivisch stellen diese Entwicklungen einen Quantensprung für den Hochschulstandort Bielefeld dar und bieten die Chance zur Entfaltung einer Eigendynamik, die das Image der Stadt Bielefeld deutlich aufwerten wird. Zugleich entstehen auf diese Weise zusätzliche attraktive Arbeitsmöglichkeiten am Standort Bielefeld.

Welche Ziele werden mit der raumbezogenen Entwicklungsplanung verfolgt?

Mit den geplanten Vorhaben sowohl auf dem derzeitigen Universitätsstammgelände (Campus Süd) – Ersatzneubau mit Mensa an der Universitätsstraße und komplette Sanierung des Universitätshauptgebäudes – als auch auf dem Erweiterungsgelände Campus Nord wurde als generelles Ziel die wesentliche Steigerung der Qualität und Attraktivität der Bedingungen für Forschung und Lehre verfolgt.

Universität Bielefeld und Fachhochschule Bielefeld brauchen diese Qualitätssteigerung, um in dem sich zunehmend verschärfenden Wettbewerb als Hochschulstandort bestehen zu können.

Bei der Aufgabe, Qualität und Attraktivität der Forschungs- und Lehrbedingungen wesentlich zu steigern, geht es konkret um Antworten auf folgende Fragen:

Wie kann erreicht werden, dass Studierende aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland die Angebote der Hochschulen in Bielefeld so attraktiv finden, dass sie sich für diesen Standort entscheiden?

Wie kann erreicht werden, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland die Bedingungen für Wissenschaft, Forschung und Lehre in Bielefeld so attraktiv finden, dass sie sich für diesen Standort entscheiden?

Wie kann erreicht werden, dass die Kooperationen in Forschung und Lehre zur stetigen Verbesserung der Transferleistungen zwischen Hochschulen und Wirtschaft beitragen?

Wie kann also insgesamt erreicht werden, dass Qualität und Attraktivität der Arbeits- und Lebensbedingungen zu einem Markenzeichen des Standorts Bielefeld werden, von dem eine Sogwirkung ausgehen kann?

Warum wurden beim Bewerbungsverfahren für die Erweiterung des Hochschulcampus Bielefeld Städtebauteams aus ganz Europa einbezogen?

Ziel des aufwändigen Verfahrens war es, erstklassige Entwürfe für die sensible Einbindung von Hochschulbauten auf dem Erweiterungsgelände Campus Nord zu erarbeiten und daraus am Ende den besten auszuwählen. Denn Investitionen dieser Größenordnung verlangen nach der besten Lösung.

Das kooperative Wettbewerbsverfahren war von einer konsequenten Offenheit für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bielefeld geprägt und wurde von einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen begleitet. Das Wettbewerbsverfahren diente zur Vorbereitung der Bauleitplanverfahren (Flächennutzungsplan, Bebauungsplan).

Wofür ist die Erweiterung des Campus Bielefeld auf dem Gelände Campus Nord geplant?

Das Land Nordrhein-Westfalen hat – vertreten durch den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW – mit der Entwicklung des Campus Bielefeld ein bedeutendes Projekt initiiert. Auf dem Erweiterungsgelände Campus Nord sollen – unmittelbar anschließend an das derzeitige Universitätsstammgelände (Campus Süd) – die bisher über die Gesamtstadt Bielefeld verteilten Einrichtungen der Fachhochschule Bielefeld zentral zusammengezogen werden.

Darüber hinaus sollen neue Forschungsinstitute sowie Forschungs- und Entwicklungszentren von Universität und Fachhochschule entstehen. Den Anfang macht der Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme, der 2012 fertiggestellt sein soll.

Welche Nutzungen sind auf dem Campus Nord langfristig geplant?

Auf dem Erweiterungsgelände Campus Nord stehen rund 14 Hektar Fläche zur Verfügung. Folgende Nutzungen sind vorgesehen: 

  • rund 31.500 qm Hauptnutzfläche (HNF) für den Neubau der Fachhochschule Bielefeld, die 2013 bezogen werden soll.
  • ca. 20.000 qm HNF für Forschungsinstitute der Universität oder anderer Institutionen 
  • Den Anfang macht der Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme, der 2012 fertiggestellt sein soll. Die Baukosten betragen rund 32 Millionen Euro. Das vierstöckige Gebäude wird rund 5.300 qm HNF haben. 
  • ca. 14.000 qm HNF für weitere Forschungs- und Entwicklungszentren der Universität
  • ca. 6.000 bis 8.000 qm HNF für Ausgründungen und Start-ups beider Hochschulen.

Das ergibt eine Bruttogeschossfläche von ca. 140.000 Quadratmetern.

Warum soll die Fachhochschule Bielefeld an einem Standort konzentriert werden?

Die Fachhochschule Bielefeld ist mit rund 7.500 Studierenden und jährlich 1.500 Studienanfängerinnen und -anfängern die zweitgrößte der Bielefelder Hochschulen. Etwa 80 Prozent der Studierenden stammen aus Ostwestfalen-Lippe. Die in verschiedenen Feldern betriebenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden überwiegend in Zusammenarbeit mit Unternehmen insbesondere der regionalen Wirtschaft durchgeführt.

Die Fachhochschule Bielefeld ist derzeit auf sieben Standorte verteilt – fünf befinden sich im Stadtgebiet von Bielefeld, einer in Minden und ein weiterer in Gütersloh. Keiner der Standorte in Bielefeld wurde ursprünglich für die Nutzung durch eine Fachhochschule gebaut. Die bisher genutzten Gebäude sind sanierungsbedürftig. Nach heutigen Maßstäben entspricht keine der Liegenschaften den Anforderungen an eine moderne Infrastruktur für Studium, Lehre und Forschung.

Die räumlich dezentrale Struktur hat für den Lehr- und Forschungsbetrieb erhebliche Nachteile: Es gibt kein einheitliches Erscheinungsbild der Fachhochschule Bielefeld in der Öffentlichkeit. Fachübergreifende Forschungs- und Lehrprojekte werden behindert. Serviceleistungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende können nicht einheitlich angeboten werden. Es entstehen deutlich höhere Kosten, da viele Einrichtungen wie eine Mensa mehrfach angeboten werden müssen.

Durch die Konzentration auf einen Standort, der mit dem Neubau verbunden ist, lassen sich alle genannten Nachteile und deren Folgen beseitigen. 

Warum wurde die neue Fachhochschule Bielefeld nicht auf dem jetzigen Gelände der Universität, etwa im Bereich der Parkdecks, geplant?

Insgesamt sind auf dem Universitätsstammgelände derzeit etwas über 4.000 Pkw-Stellplätze vorhanden, davon mehr als die Hälfte in „Parkdecks“. Diese Flächen stehen für eine Überbauung aus mehreren Gründen nicht zur Verfügung: Zum einen sind sie erforderlich für die auf dem Universitätsstammgelände Tätigen, zum anderen erfüllt dieses Stellplatzangebot vor allem wegen der günstigen Anbindung über die Stadtbahn wichtige Park-and-Ride-Funktionen für die Stadt Bielefeld an Wochenenden und in den Abendstunden.

Aus Kostengründen scheidet eine Lösung aus, in dieser Größenordnung unterirdische Parkplätze zu schaffen. Außerdem müsste im Falle einer Überbauung dieses Geländes für die neuen Nutzungen eine noch höhere Anzahl von Parkplätzen unterirdisch geschaffen werden als jetzt vorhanden sind.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass aus diesen Gründen im Norden, im Nordwesten und im Südosten auf dem Universitätsstammgelände keine Möglichkeiten bestand, das geplante Entwicklungskonzept für die Fachhochschule Bielefeld sowie Forschungs- und Entwicklungsinstitute der Universität zu realisieren. Es stand kein Bauplatz für die Fachhochschule auf dem jetzigen Uni-Gelände zur Verfügung.

Durch den Baustart für den Ersatzneubau Universitätsstraße fallen zahlreiche Parkplätze weg. Nach Fertigstellung des Gebäudekomplexes wird es dann 900 Pkw-Stellplätze in einer neuen Tiefgarage geben.

Welche Synergien und Kooperationen können durch den Neubau der Fachhochschule Bielefeld erzeugt werden?

Durch die Konzentration auf einen Standort auf dem neuen Campus Nord werden gänzlich neue Entwicklungsperspektiven für Kooperationen gewonnen. Dies betrifft einerseits Kooperationen und die Zusammenarbeit innerhalb der Fachhochschule.

Darüber hinaus können neue Kooperationen zwischen den Fachbereichen der Fachhochschule und den Fakultäten der Universität Bielefeld erzeugt werden. Dies betrifft zum Beispiel Kooperationen in Feldern wie „Medieninformatik und Gestaltung“, „Biotechnologie“ oder „Gesundheit“.

Im Zuge der Entwicklung des Campus Bielefeld haben die Hochschulen bereits einen neuen, strategischen Rahmen für ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit in Bereichen der wissenschaftlich-technischen Forschung vereinbart. Dafür haben Professorin Dr. Beate Rennen-Allhoff, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld, und Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld, am 2. November 2011 eine Rahmenvereinbarung für Forschungspartnerschaften unterzeichnet.

Ziel ist die gemeinsame Initiierung und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben. Es sollen zum einen Synergien geschaffen und die jeweiligen Potenziale optimal zusammengeführt werden. Zudem sollen wissenschaftliche Veranstaltungen wie Seminare, Symposien oder Workshops entwickelt und durchgeführt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Vereinbarung ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch eine gemeinsame Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen eines kooperativ betreuten Promotionsverfahrens. Die Vereinbarung sieht dafür auch die gegenseitige Nutzung und Bereitstellung von wissenschaftlichen Geräten und Personal vor.

Parallel zu diesen Vorhaben wird die Fachhochschule Bielefeld ihre Attraktivität für außeruniversitäre Kooperationspartner erhöhen und ihre regionale, aber auch die überregionale Vernetzung ausbauen können. Im Gegenzug kann die Universität Bielefeld ihre regionale Verankerung in Kooperation mit der Fachhochschule intensivieren.

Wann wird die neue Fachhochschule Bielefeld auf dem Campus Nord fertig sein?

Die vorbereitenden Arbeiten für die Infrastruktur haben 2010 begonnen. Baustart für das Gebäude wird im Frühjahr 2011 sein. Mit der Fertigstellung ist im Herbst 2013 zu rechnen.

Was kostet der Neubau der Fachhochschule Bielefeld auf dem Campus Nord?

Die Kosten sind insgesamt mit rund 154 Millionen Euro veranschlagt und werden aus Mitteln des  Hochschulmodernisierungsprogramms des Landes NRW finanziert.

Welche Optionen gibt es für die Ansiedlung von Forschungsinstituten auf dem Campus Nord?

Die Universität Bielefeld hat sich als renommierter Forschungsstandort in der Vergangenheit sehr gut behauptet. Dies haben die Vergleiche im Rahmen von Forschungsrankings in den letzten Jahren immer wieder bestätigt.

Die Erfolge in der „Exzellenzinitiative“ sind beachtlich. Jedoch ist insbesondere in diesem Zusammenhang deutlich geworden, wie wichtig es für die Universität Bielefeld wie auch für die Fachhochschule Bielefeld ist, sich mit außeruniversitären Forschungsinstituten wie Max-Planck- oder Fraunhofer-Instituten zu vernetzen.

Hochschulstandorte wie Bielefeld haben im Vergleich zu Metropolen wie München oder Berlin, aber auch im Vergleich mit traditionsreichen Universitätsstandorten in attraktiver Lage wie Heidelberg, Freiburg, Göttingen oder Münster Nachteile. Im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ wirkt sich ebenfalls nachteilig aus, dass Bielefeld nicht über außeruniversitäre Forschungseinrichtungen verfügt. Zum Vergleich: In München und Umgebung befinden sich 11 Max-Planck-Institute, in Berlin 5, in Heidelberg 4 – dies sind Standorte, die in dem bisherigen Verfahren der „Exzellenzinitiative“ auch deshalb erfolgreich waren.

Vor diesem Hintergrund wird schnell nachvollziehbar, wie wichtig es für den Hochschulstandort Bielefeld ist, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die Chancen für das Einwerben eines Max-Planck-Instituts oder Fraunhofer-Instituts zu erhöhen. Spitzenforschung zieht weitere Spitzenforschung nach, erzeugt international Aufmerksamkeit bei Spitzenforschern und garantiert langfristig den Zugang zu Forschungsgeldern aus öffentlichen Mitteln und aus der Wirtschaft.

Um diese Ziele mittelfristig zu erreichen, müssen die vorhandenen Vorteile konsequent genutzt werden: Das sind die erprobten fachübergreifenden Forschungs- und Ausbildungsstrukturen und die sichtbaren Erfolge in innovativen Forschungsfeldern an der Universität Bielefeld, das innovative Studienangebot an der Fachhochschule Bielefeld – sowie die räumlichen Erweiterungsmöglichkeiten auf dem Campus Nord.

Diese günstigen räumlichen Bedingungen weist derzeit kein Hochschulstandort in Deutschland auf. Es muss also darum gehen, mit dem Ausweisen eines attraktiven Geländes – in Kombination mit den Stärken von Universität und Fachhochschule – eine Option für die Ansiedlung solcher Forschungseinrichtungen sowie weiterer Institute und Unternehmen zu schaffen. Eine solche Option wird besonders aussichtsreich, wenn sie eingebettet ist in ein sowohl forschungsstrategisch als auch raumbezogen überzeugendes Gesamtkonzept.

Welche Funktion hat der Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme auf dem Campus Nord?

Der Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme ist der Einstieg in die Ansiedlung von Forschungsinstituten auf dem Campus Nord.

In seiner Empfehlung zur Förderung von Forschungsbauten an Hochschulen hat der Wissenschaftsrat den Antrag der Universität Bielefeld zur Errichtung eines neuen Forschungsbaus „Interaktive Intelligente Systeme“ befürwortet und mit Platz 1 bewertet. Diese Mitte 2010 getroffene Entscheidung ist ein weiterer Beleg für die herausragende wissenschaftliche Qualität des international einzigartigen Kompetenz- und Forschungszentrums für Interaktive Intelligente Systeme an der Universität Bielefeld.

Baubeginn für das 32 Millionen Euro teure neue Forschungsgebäude ist Januar 2011. Mit der Fertigstellung der 5.300 Quadratmeter (Hauptnutzungsfläche) wird im April 2012 gerechnet. Die Nutzer sollen ihren neuen Arbeitsplatz ab Sommer 2012 beziehen können.

Künftig werden 32 Forschergruppen aus sechs Disziplinen – Informatik, Biologie, Linguistik, Psychologie, Sportwissenschaften und Physik – im Forschungsprogramm Interaktive Intelligente Systeme arbeiten. 17 Gruppen werden im neuen Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme modernste Arbeitsbedingungen finden. Von den Gesamtkosten in Höhe von 32 Millionen Euro sind allein 2,5 Millionen Euro für wissenschaftliche Großgeräte eingeplant.

Herzstück des Forschungsbaus wird ein fächerübergreifendes Zentrallabor sein. Hier werden kognitive Interaktionsprozesse mit modernster Instrumentalisierung in bisher ungeahnter Auflösung erforschbar gemacht. 

Das in den 1970er Jahren fertiggestellte Universitätshauptgebäude muss komplett saniert und modernisiert werden. Wann beginnt der Umbau?

Um die Qualität von Forschung und Lehre nicht zu gefährden, managt der BLB den Umbau in sechs großen Teilabschnitten. Zunächst werden einzelne Fakultäten, Einrichtungen sowie übergangsweise das Rektorat sowie Teil der Verwaltung in den Ersatzneubau an der Universitätsstraße umziehen, der im Herbst 2013 zur Verfügung stehen soll. Danach beginnt die abschnittsweise Sanierung des Universitätshauptgebäudes, die sich in sechs Bauabschnitten bis zum Jahr 2024 hinziehen wird.

Was kostet der Ersatzneubau an der Universitätsstraße und wer finanziert ihn?

Der Ersatzneubau der Universität Bielefeld wird aus Mitteln des Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes NRW finanziert. Er ist eines von zwölf Projekten des Innovationsministeriums NRW, die zum Abbau des Modernisierungs- und Sanierungsstaus an den nordrhein-westfälischen Hochschulen beitragen soll. Die Kosten liegen bei rund 130 Millionen Euro.

Wie groß wird der Ersatzneubau an der Universitätsstraße?

Der Neubau hat eine Fläche von rund 28.000 Quadratmetern. Das ist ein Fünftel der derzeitigen Fläche. Das Universitätshauptgebäude hat 152.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche.

Wann ist mit der Fertigstellung des Ersatzneubau zu rechnen?

Die vorbereitenden Arbeiten für den Ersatzneubau haben im Herbst 2010 begonnen. Der Hochbau beginnt im Frühjahr 2011. Mit der Fertigstellung wird 2013 gerechnet.

Welche Fakultäten und Institute werden im Ersatzneubau angesiedelt?

Der EErsatzneubau signalisiert einen wichtigen Entwicklungsschritt der Universität Bielefeld zugunsten eines differenzierten Campus. Künftig lehren und forschen hier die Mitglieder der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, der Fakultät für Soziologie, der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS), des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) und des Interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung.

Wie groß wird die neue Mensa im Ersatzneubau?

Die neue Mensa wird der Universität Bielefeld und der Fachhochschule Bielefeld zur Verfügung stehen und bietet Platz für mehr als 1.500 Personen. Die Mensafläche umfasst etwa 7.500 Quadratmeter. Es wird mit in etwa 7.500 Essen täglich gerechnet.

Die Mensa wird mit einer Terrasse ausgestattet, die – als prägendes Motiv an der Nahtstelle zum Campus Nord mit der neuen Fachhochschule – den verbindenden Charakter beider Hochschulen unterstreicht.

Fragen zum Marketingkonzept beantwortet:
Dr. Annette Klinkert
Projektleitung Campus Marketing

Bielefeld Marketing GmbH
Wissenschaftsbüro
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Tel. 0521/ 51 39 30
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