
Das Universitätshauptgebäude weist einen erheblichen Sanierungsbedarf auf. Um Platz für die notwendige Modernisierung zu schaffen, wird ein Teil der universitären Nutzungen in den Ersatzneubau Universitätsstraße verlegt. In den Untergeschossen ist eine Parkgarage mit rund 900 Stellplätzen vorgesehen.
Die vorbereitenden Arbeiten für den Ersatzneubau haben im Herbst 2010 begonnen. Der Hochbau beginnt im Frühjahr 2011. Für die rund 28.000 Quadratmeter werden rund 130 Millionen Euro verbaut, die das Land Nordrhein-Westfalen, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW und die Universität Bielefeld im Hochschulmodernisierungsprogramms des Landes NRW vereinbart haben. Die Generalplanung verantwortet agn Niederberghaus & Partner, Ibbenbüren.
Der Ersatzneubau wird ein bauliches Pendant zum bestehenden Universitätshauptgebäude. Zwischen Alt- und Neubau ist ein verbindender Boulevard geplant. In dem Neubau werden Fachbibliotheken und Hörsäle zur Verfügung gestellt sowie Räume für Fakultäten, die in vier Ringen entlang einer Hauptverkehrslinie organisiert sind. Offenheit durch großzügige Blickachsen soll Studierende und Lehrende zum Verlassen eingegrenzter Fachbereiche animieren. Das Eingangsforum als kommunikatives Herz der Anlage soll Identität und Orientierung bieten.
Differenzierter Campus
Der Ersatzneubau signalisiert einen wichtigen Entwicklungsschritt der Universität Bielefeld zugunsten eines differenzierten Campus. Künftig lehren und forschen hier die Mitglieder der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, der Fakultät für Soziologie, der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS), des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT) und des Interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung. Sobald der Umzug abgeschlossen ist, beginnt Zug um Zug die Modernisierung des Universitätshauptgebäudes.
Zentrale Mensa für Universität und Fachhochschule
In dem Gebäude wird eine zentrale Mensa für Universität und die auf dem Campus Nord neu gebaute Fachhochschule Bielefeld eingerichtet. Auf einer Fläche von rund 7.500 Quadratmetern können 7.500 Essen pro Tag ausgegeben werden. Die Mensa-Terrasse dient als prägendes Element an der Nahtstelle zwischen dem bestehenden Universitätsgelände und dem neuen Campus Nord.