
In den letzten Jahren mussten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem Provisorium arbeiten. Das wird sich schon 2012 ändern. In seiner Empfehlung zur Förderung von Forschungsbauten an Hochschulen hat der Wissenschaftsrat den Antrag der Universität Bielefeld zur Errichtung eines neuen Forschungsbaus „Interaktive Intelligente Systeme“ befürwortet und mit Platz 1 bewertet.
Diese Mitte 2010 getroffene Entscheidung ist ein weiterer Beleg für die herausragende wissenschaftliche Qualität des international einzigartigen Kompetenz- und Forschungszentrums für Interaktive Intelligente Systeme an der Universität Bielefeld. Baubeginn für das 32 Millionen Euro teure neue Forschungsgebäude ist Januar 2011. Mit der Fertigstellung der 5.300 Quadratmeter (Hauptnutzungsfläche) wird im April 2012 gerechnet. Die Nutzer sollen ihren neuen Arbeitsplatz ab Sommer 2012 beziehen können. Generalplaner ist die CARPUS+Partner AG, Aachen.
Herausragende Qualität und internationale Bedeutung
In seiner „Empfehlung zur Förderung von Forschungsbauten (2011)“ stellte der Wissenschaftsrat in seinem Gutachten über die Universität Bielefeld insbesondere die herausragende Qualität der zu erwartenden Forschungsergebnisse, aber auch die internationale Bedeutung heraus: „Die erwarteten Erkenntnisfortschritte werden für zahlreiche Anwendungsgebiete (Robotik, intelligente Alltagsgeräte, assistive Umgebungen, aktive Medien) von erheblicher Bedeutung und sowohl für externe wissenschaftliche Partner als auch für Entscheidungsträger aus der Wirtschaft von großem Interesse sein. Die Bielefelder Antragsteller sind national wie international ausgezeichnet vernetzt.“
Künftig werden 32 Forschergruppen aus sechs Disziplinen – Informatik, Biologie, Linguistik, Psychologie, Sportwissenschaften und Physik – im Forschungsprogramm Interaktive Intelligente Systeme arbeiten. 17 Gruppen werden im neuen Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme modernste Arbeitsbedingungen finden. Von den Gesamtkosten in Höhe von 32 Millionen Euro sind allein 2,3 Millionen Euro für wissenschaftliche Großgeräte eingeplant.
Fächerübergreifendes Zentrallabor
Herzstück des Forschungsbaus wird ein fächerübergreifendes Zentrallabor sein. Hier werden kognitive Interaktionsprozesse mit modernster Instrumentalisierung in bisher ungeahnter Auflösung erforschbar gemacht.

Prof. Dr. Helge Ritter
Lehrstuhl für Neuroinformatik, Koordinator des Exzellenzclusters CITEC und Direktor des Forschungsinstituts CoR-Lab
Nach der Einwerbung des Exzellenzclusters 277 Cognitive Interaction Technology (CITEC), des Sonderforschungsbereichs 673 Alignment in Communication sowie der Gründung des Forschungsinstituts für Kognition und Robotik (CoR-Lab) als Public-Private-Partnership mit dem Honda Research Institute Europe (HRI-EU) wird die erfolgreiche Gutachterbewertung des Wissenschaftsrates dazu beitragen, den Standort Bielefeld als internationales Kompetenz- und Forschungszentrum im Bereich Interaktive Intelligente Systeme weiter zu stärken.
In Anwesenheit von NRW-Ministerin Svenja Schulze haben am 24. Januar 2011
offiziell die Arbeiten am Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme
begonnen. Auf dem Gelände des Campus Nord betonte der Bielefelder
Niederlassungsleiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW, Heinrich Micus:
„Der neue Forschungsbau wird ein in jeder Hinsicht zukunftsorientiertes
Gebäude, das eine architektonisch selbstbewusste und eigenständige Adresse
darstellt."
Pressemitteilung: Start für Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme