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Modernisierung des Universitätshauptgebäudes

Die Mammutaufgabe

Nach Bezug des Gebäudes X (im 4. Quartal 2013) hat 2014 der erste von sechs Bauabschnitten begonnen. Das Ziel: attraktive Forschungs-, Lehr-, Studien- und Arbeitsbedingungen.

Das 154.000 m² große Hauptgebäude der Universität Bielefeld ist eines der größten zusammenhängenden Gebäude Europas. Die vollständige Modernisierung des Gebäudes in mehreren Bauabschnitten beschäftigt den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) als Eigentümer und Bauherrn gemeinsam mit der Universität Bielefeld.

Die Lösungen, die im Rahmen dieses Verfahrens für den ersten Bauabschnitt erarbeitet werden, werden als Leitidee für die fünf folgenden Bauabschnitte übernommen. Dabei verfolgen die Planenden einige wesentliche Ziele, die mit dem ersten Bauabschnitt realisiert werden sollen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die folgenden Punkte gelegt werden: Neugestaltung des Haupteinganges, Neugestaltung der Fassade inklusive energetischer Ertüchtigung, Erneuerung der Haustechnik, weitgehende Entkernung der verbleibenden Bestandsgebäude, die Schaffung eines zentralen Servicebereichs und die Verbesserung der Nutzungs- und Aufenthaltsqualität für Forschung, Lehre und studentisches Arbeiten. 

Neben den geplanten Verbesserungen sollen jedoch die wesentlichen Ideen des Universitätshauptgebäudes auch in Zukunft erhalten bleiben. Insbesondere die Funktion der zentralen Halle als Ort der Kommunikation und Interaktion von Studierenden, Lehrenden und Forschenden aber auch als Ort, an dem die studentische Versorgung, das Audimax, Hörsäle und Bibliothek sowie zahlreiche weitere Einrichtungen angebunden sind, hat sich hervorragend bewährt und zählt als bauliches Alleinstellungsmerkmal der Universität Bielefeld in der Hochschullandschaft.

Die Dimensionen der bevorstehenden Arbeiten sind gewaltig, denn das Gebäude, welches in den Jahren 1972 bis 1976 erbaut wurde, erstreckt sich auf einer Grundfläche von rund 410 Metern in der Länge und rund 230 Metern in der Breite. Die einzelnen Gebäudeteile haben bis zu 11 oberirdische und 3 unterirdische Geschosse. Derzeit studieren und arbeiten an der Universität Bielefeld rund 26.000 Menschen. Diese Aufzählung von Daten und technischen Details lässt erahnen, vor welcher Aufgabe der BLB NRW im Augenblick steht. Nach rund 40 Jahren Nutzungsdauer weist das Gebäude einen umfassenden Modernisierungsbedarf auf – so das Fazit der Zustandsermittlung durch ein externes Büro. Neben veränderten Anforderungen an Arbeits-, Lehr-, Forschungs- und Studienbedingungen bildet beispielsweise die Anpassung an die neuen Brandschutz- und Energieeinsparverordnungen ein ausschlaggebendes Kriterium für dieses Fazit.

Die Modernisierung hat mit dem Bau des Gebäude X begonnen, denn um die gewohnt hohe Qualität der Forschung und Lehre auch während der Modernisierung aufrecht erhalten zu können und um Platz für den ersten Bauabschnitt zu schaffen, ist dieses Gebäude notwendig. Hier sind unter anderem die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie und die Fakultät für Soziologie sowie die gemeinsame Mensa des Studierendenwerks für Universität und Fachhochschule eingezogen.

Zahlen, Daten, Fakten

Modernisierungsbeginn 2014
Bauabschnitte 6
Bauherr BLB NRW Bielefeld

Ende der 1960er Jahre war das Universitätsgelände noch ein Getreidefeld am Rande der Stadt. Im Hintergrund zeigen die Kräne das Entstehen des Aufbau- und Verfügungszentrums an, in dem am 17. November 1969 der Lehrbetrieb mit drei Fakultäten und 270 Studierenden begann.